Die echte Perle ist ein einzigartiges und seltenes Naturprodukt, natürlich gewachsen, ohne menschliche Einflussnahme. Sie besteht aus vielen einzelnen Schichten von echtem Perlmutt und reift in einer unberührten "wilden" Auster. Durch die dichte und vielschichtige Perlmuttmasse kann sie über Generationen getragen werden. Die Zuchtperle entsteht durch Einpflanzen eines gedrechselten Perlmuttkerns oder fremden Epitellmaterials, in die natürlich gewachsene, oder gezüchtete Auster mit menschlicher Hilfe. Die Absonderung der perlmuttartigen Schichten erfolgt dann - wie bei Naturperlen - durch den Stoffwechsel der Auster. Man unterscheidet: - Salzwasserperlen - Salzwasserzuchtperlen, wie z.B. die "Akoyaperle" - Süßwasser-Perlen - Süßwasserzucht-Perlen - Südsee-Zuchtperlen Akoya Zuchtperle Ist die klassische Zuchtperle, sie wird fast nur in Japan mit der Perlauster "pinctada martensi" gezüchtet. Durch steigende Nachfrage nach schönen Perlen verfeinerten die Japaner die Zucht dieser Perlen immer weiter. Die Perlen sind ein Naturprodukt, das unter der Mitwirkung des Menschen entstanden ist. Etwa 90 % des gesamten Perlenhandels machen heutzutage diese Zuchtperlen aus. Nach 3-jähriger Anzucht sind die Austern ca. 7 cm groß, ausgewachsen und werden zur Perlzucht verwendet. Die optimale Wachstumszeit für Akoya Zuchtperlen beträgt 3 - 4 Jahre, die Perlmuttschicht beträgt dann ca. 0,9 – 1,2 mm. Südsee-Zuchtperle Südsee-Zuchtperlen entstehen wie Akoya-Zuchtperlen, jedoch werden Größen von 8 - 22 mm erreicht, die Farben kommen von weiß, goldgelb, bis hell, blaugrau vor. Die qualitativ schönsten Perlen kommen fast nur aus Australien. In der Regel werden Perlen nach 2 Jahren geerntet. Im Schnitt wächst die Beschichtung durch Perlmutt um 1,4 – 1,8 mm pro Jahr. Süßwasserzucht-Perle Sind Perlen, die in Binnengewässern gezüchtet werden. Die meisten Süßwasserperlen kommen heutzutage aus China und weisen eine große Formen- und Farbenvielfalt auf. Durch verbesserte Zuchtverfahren ist es inzwischen möglich, neben barocken Formen auch Perlen bis zu 12 mm Größe mit feinem zu züchten. In neuerer Zeit werden Süßwasserperlen auch mit Kern gezüchtet. Sie haben eine leicht ovale bis vollrunde Form, leicht cremefarben, und sind der japanischen Salzwasserzuchtperle sehr ähnlich. Die Perlauster Hyriopsis Schlegeli wird bis zu 80 Jahre alt, stirbt nach der Ernte nicht ab und kann somit mehrfach verwendet werden. Perlpflege Perlen dürfen nicht mit Parfümen, Haarspray, scharfen Reinigungsmitteln oder anderen Chemikalien, wie Zitronensäure, Essig oder kohlesäurehaltigem Wasser, in Berührung gebracht werden, da sie die organische Substanz der Perlen sehr schnell angreifen. Auch sollte es vermieden werden, Perlen lange starkem Sonnenlicht und hoher Wärme auszusetzen. Sie verlieren dadurch sehr bald ihren schönen Glanz und die natürliche Farbe kann dabei ausbleichen, schlimmstenfalls trocknet die Perle von innen her aus. |