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Gold - Silber - Platin - Perlen - Diamant/ Brillant

 

Gold –  

lat.: Aurum                                                                          

Spez. Gewicht: 19,3 g/cm3

Schmelzpunkt: 1064,4 °C

Gold ist schon seit vielen Jahrtausenden ein von Menschen hoch geschätztes Metall. Sein seltenes Vorkommen, der beständige Glanz und nicht zuletzt die einzigartige Farbe dieses Metalls tragen zu seiner Faszination bei. Gold ist luft,- wasser- und säurebeständig. Es löst sich nur in Königs- und Chlorwasser. Um dem Feingold eine höhere Festigkeit zu verleihen oder um andere Farbtöne zu erzielen, wird Feingold legiert:

 

Gelbgold wird, je nach Gelbton, mit Silber und Kupferanteilen legiert.

 

Grüngold wird mit Silber und Cadmium legiert und findet z.B. Verwendung zur Herstellung von Eichenblättern beim Grandelschmuck.

 

Rotgold enthält einen hohen Kupferanteil, um die rötliche Farbe zu erzielen.

 

Weißgold wird mit Silber, Kupfer, Palladium oder Iridium legiert.

 

 

Bei der Legierung wird das Mengenverhältnis der Metalle in Tausendteilen angegeben. Den Anteil an Edelmetall nennt man Feingehalt. 750l – besagt also, das mindestens 750 Teile aus reinem Gold bestehen, ausgehend von 1000 Teilen Gesamtgewicht. Früher wurde der Feingehalt in Karat angegeben, dabei entsprach 24 Karat Feingold.

  
 Silber (AG)

Dichte: 10,39g/cm3

Schmelzpunkt: 960,5 °C

 

Silber war im Altertum seltener und teurer als Gold, und hat eine helle weiße Farbe. Durch den Schwefelwasserstoffgehalt der Luft bildet sich jedoch ein dunkler Überzug, das Silbersulfid, wodurch das Silber anläuft. In Salpeter und heißer konzentrierter Schwefelsäure wird Silber gelöst, in Königswasser bildet sich dagegen eine unlöslicher Silberchloridüberzug. Glanz und Polierbarkeit ist bei Silber sehr gut. Es hat eine große Dehnbarkeit und ist der beste Leiter für Wärme und Elektrizität. In reiner Form wird das Silber selten verarbeitet, für Schmuckzwecke mit Kupfer und als Legiermetall mit anderen Metallen verwendet.

  
 Platin (PT)

Dichte: 21,45 g/cm3

Schmelzpunkt: 1773,5 °C

 

Platin kannte man schon ca. 700 v. Chr. bei den alten Ägyptern, in Europa seit der Mitte des 18. Jahrhunderts. Es hat eine grauweiße, stahlähnliche Farbe und ist praktisch luft-, wasser- und säurebeständig. Da reines Platin für Schmuckzwecke zu weich ist, wird es mit Iridium, Palladium oder Kupfer legiert. Als Schmuck wird es ausschließlich in 950/000 oder höher verarbeitet. Das Edelmetall besitzt einen hohen Glanz und eine gute Hautverträglichkeit.

  
 Perlen

Die echte Perle ist ein einzigartiges und seltenes Naturprodukt, natürlich gewachsen, ohne menschliche Einflussnahme. Sie besteht aus vielen einzelnen Schichten von echtem Perlmutt und reift in einer unberührten "wilden" Auster. Durch die dichte und vielschichtige Perlmuttmasse kann sie über Generationen getragen werden.

Die Zuchtperle entsteht durch Einpflanzen eines gedrechselten Perlmuttkerns oder fremden Epitellmaterials, in die natürlich gewachsene, oder gezüchtete Auster mit menschlicher Hilfe. Die Absonderung der perlmuttartigen Schichten erfolgt dann - wie bei Naturperlen - durch den Stoffwechsel der Auster.

 

Man unterscheidet:

- Salzwasserperlen

- Salzwasserzuchtperlen, wie z.B. die "Akoyaperle"

- Süßwasser-Perlen

- Süßwasserzucht-Perlen

- Südsee-Zuchtperlen

               

Akoya Zuchtperle

 

Ist die klassische Zuchtperle, sie wird fast nur in Japan mit der Perlauster "pinctada martensi" gezüchtet. Durch steigende Nachfrage nach schönen Perlen verfeinerten die Japaner die Zucht dieser Perlen immer weiter. Die Perlen sind ein Naturprodukt, das unter der Mitwirkung des Menschen entstanden ist. Etwa 90 % des gesamten Perlenhandels machen heutzutage diese Zuchtperlen aus. Nach 3-jähriger Anzucht sind die Austern ca. 7 cm groß, ausgewachsen und werden zur Perlzucht verwendet. Die optimale Wachstumszeit für Akoya Zuchtperlen beträgt 3 - 4 Jahre, die Perlmuttschicht beträgt dann ca. 0,9 – 1,2 mm.

               

Südsee-Zuchtperle

 

Südsee-Zuchtperlen entstehen wie Akoya-Zuchtperlen, jedoch werden Größen von 8 - 22 mm erreicht, die Farben kommen von weiß, goldgelb, bis hell, blaugrau vor. Die qualitativ schönsten Perlen kommen fast nur aus Australien. In der Regel werden Perlen nach 2 Jahren geerntet. Im Schnitt wächst die Beschichtung durch Perlmutt um 1,4 – 1,8 mm pro Jahr.

               

Süßwasserzucht-Perle

 

Sind Perlen, die in Binnengewässern gezüchtet werden. Die meisten Süßwasserperlen kommen heutzutage aus China und weisen eine große Formen- und Farbenvielfalt auf. Durch verbesserte Zuchtverfahren ist es inzwischen möglich, neben barocken Formen auch Perlen bis zu 12 mm Größe mit feinem zu züchten.

In neuerer Zeit werden Süßwasserperlen auch mit Kern gezüchtet. Sie haben eine leicht ovale bis vollrunde Form, leicht cremefarben, und sind der japanischen Salzwasserzuchtperle sehr ähnlich. Die Perlauster Hyriopsis Schlegeli wird bis zu 80 Jahre alt, stirbt nach der Ernte nicht ab und kann somit mehrfach verwendet werden.

 

 

Perlpflege

 

Perlen dürfen nicht mit Parfümen, Haarspray, scharfen Reinigungsmitteln oder anderen Chemikalien, wie Zitronensäure, Essig oder kohlesäurehaltigem Wasser, in Berührung gebracht werden, da sie die organische Substanz der Perlen sehr schnell angreifen.

Auch sollte es vermieden werden, Perlen lange starkem Sonnenlicht und hoher Wärme auszusetzen. Sie verlieren dadurch sehr bald ihren schönen Glanz und die natürliche Farbe kann dabei ausbleichen, schlimmstenfalls trocknet die Perle von innen her aus.

  

Diamant oder Brillant

Um Diamanten bewerten zu können, muss man sich mit den 4 "C´s" auseinandersetzen:

1. colour

2. clarity

3. cut

4. carat

 

 

1. colour

Anhand der CIBJO Farbscala werden die Farben mit Hilfe von Rastersteinen im Vergleich festgestellt und in eine Einteilung mit 11 Abstufungen eingereiht.

 

2. clarity

Die Reinheit eines Diamanten wird unter zehnfacher Vergrößerung mit Hilfe einer achromatischen und planatischen Lupe bei normalem Licht durch einen geübten Fachmann gestellt.

 

3. cut

 

Der Schliff ist abhängig von der Schliffform, dem Schlifftyp, den Proportionen, der Symmetrie und der äußeren Merkmalen.

 

4. carat

Das Gewicht des Steines wird in Carat angegeben, wobei 1 ct 0,2 g entspricht.

 

Um nun aus einem Diamanten einen Brillanten zu erhalten, muss der Rohstein im Brillantschliff bearbeitet worden sein. Dieser Schliff gibt dem Schleifer die Grundform, die genaue Anzahl an Facetten und die Proportionen vor, um eine optimale Lichtbrechung im Stein zu gewährleisten.

  

 

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